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Sprachliche Minderheiten

Mehrsprachigkeit in der Schweizer Presselandschaft (in neuem Fenster)

Mehrsprachigkeit in der Schweizer Presselandschaft© Christoph Balsiger / swissinfo

Die rund 35'000 Schweizerinnen und Schweizer, deren Muttersprache Rätoromanisch ist, sprechen alle in der Regel auch Deutsch. Es bleibt ihnen auch gar nichts anderes übrig: sie bilden nur eine kleine Sprachinsel innerhalb des Schweizerdeutschen Sprachraums. Auch die Schweizerinnen und Schweizer, die Italienisch als Muttersprache sprechen, können sich nicht mit Italienisch begnügen.

Die zahlenmässige und wirtschaftliche Überlegenheit des deutschsprachigen Teils der Schweiz führt dazu, dass die italienischsprachige Bevölkerung immer mehr gezwungen ist, Deutsch zu sprechen, wenn sie mitreden und wirtschaftlich überleben will.

Eine Studie der Helvetia Latina aus dem Jahr 2001 ergab, dass 96% der Dokumente, die in der Bundesverwaltung übersetzt werden müssen, auf Deutsch geschrieben werden. Die Helvetia Latina ist eine politisch unabhängige Institution, die darüber wacht, dass die Sprachen mit lateinischen Wurzeln in der Bundesverwaltung auf allen Ebenen angemessen vertreten sind.

Für die spezielle Förderung der rätoromanischen Kultur und Sprache setzt sich die Lia Rumantscha ein. Neben Übersetzungen und Sprachkursen bietet sie einen Online-Verkauf von Büchern in den verschiedenen Rätoromanischen Sprachen an.

Auch die nationale Radio- und Fernsehgesellschaft SRG SSR unterstützt die Mehrsprachigkeit in der Schweiz. Neben Radio- und Fernsehstudios in der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Schweiz unterhält sie in Chur ein eigenes Radio- und Fernsehstudio, wo Sendungen in rätoromanischer Sprache produziert werden.