Kommunikation
Bei Geschäftsbeziehungen oder bei nationalen Konferenzen und Sitzungen mit Leuten aus verschiedenen Sprachgebieten ist es oft so, dass alle in ihrer Muttersprache sprechen. Dabei wird vorausgesetzt, dass man die Sprachen der Gesprächspartner versteht. In der Regel aber passen sich Tessinerinnen und Rätoromanen an und sprechen Französisch oder Deutsch. Immer häufiger wird das Englische als gemeinsame Sprache verwendet.
Der Gebrauch des Schweizerdeutschen zum Beispiel im Deutschschweizer Fernsehen und am Radio nimmt zu. Das erschwert das Verständnis für französisch- und italienischsprachige Schweizerinnen und Schweizer, die ja in der Schule nicht Dialekt, sondern Hochdeutsch lernen. Auch wenn sie in der Deutschschweiz arbeiten oder studieren, erschwert der Dialekt die Verständigung.
Verständigungsprobleme sind keine neue Erscheinung. Bereits 1850 schlug die Satirezeitschrift 'Postheiri' (Heinrich von der Post) eine kombinierte 'spracha eidgenössica' oder 'Schweizerisch' vor, eine Kombination aus den drei offiziellen Sprachen Deutsch, Französisch und Italienisch.
Hier das Beispiel einer möglichen Diskussion im Parlament:
"Ordre du giorno: esparnissi dans les ausgabi fédérali. Un rednero ergreift la parole. Viele membri andiano dans le vorzimmero pour rauchare un cigarro; les autres lesano les zeitungen."
