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Englisch

Sicher dürfen sich die Sprachkenntnisse der Schweizer/-innen sehen lassen, und viele verstehen die Sprache ihrer anderssprachigen Landsleute recht gut. Aber die Kenntnisse der Landessprachen nehmen zugunsten des Englischen immer mehr ab. Die viersprachige Schweiz scheint zur zweieinhalbsprachigen Schweiz zu werden. Man spricht seine Muttersprache und Englisch und versteht eine zweite Landessprache.

Jeder Kanton bestimmt selber, welche Sprachen ab wann und wie intensiv unterrichtet werden. Bisher wurde in der deutschsprachigen Schweiz als erste Fremdsprache Französisch und in der französischsprachigen Schweiz Deutsch unterrichtet und erst als zweite Sprache Englisch oder Italienisch. Im Tessin (italienischsprachig) und in Teilen des Kantons Graubünden (rätoromanisch) sind sowohl Deutsch als auch Französisch Pflichtfächer.

Gegenüber dem Englischen genossen die grössten Landessprachen also bisher Priorität. Der Zürcher Erziehungsdirektor löste im Jahr 2000 eine heftige Diskussion aus, indem er ankündigte, in seinem Kanton werde das Englische die Rolle der ersten Fremdsprache übernehmen.

Die Befürworter/-innen einer vermehrten Förderung des Englischen argumentieren, Englisch sei nützlicher für das spätere Leben. Ausserdem sei die Motivation der Schülerinnen und Schüler für den Erwerb einer Fremdsprache sehr wichtig, und die meisten Schülerinnen und Schüler würden lieber Englisch als Französisch lernen.

Die Gegner/-innen befürchten, die Verständigung und der Austausch zwischen den Sprachgemeinschaften würden darunter leiden. Die Genfer Erziehungsdirektorin Martine Brunschwig beispielsweise warnte an einer Erziehungsdirektoren-Konferenz davor, dass das Englische zum Esperanto der Schweizer/-innen werde.