Philippe Suchard
Dank den Fortschritten in der Produktion konnte die Schokolade günstiger verkauft werden, was die Nachfrage in Europa ankurbelte. Philippe Suchard (1797-1884) kreierte 1826 eine neue Mischmaschine (den so genannten 'Mélangeur') zur Vermengung von Zucker und Kakaopulver. Die Maschine bestand aus einer flachen, erwärmten Granitplatte und aus Granitrollen, die sich über der Platte hin- und herbewegten. Diese Mischmethode wird bis heute verwendet.
Gemäss Philippe Suchards Schwester Rosalie kam ihr Bruder bereits im Alter von 12 Jahren auf die Idee, mit Schokolade Geld zu verdienen, als er nach Neuenburg (Neuchâtel) ging (ca. zwei Stunden von seinem Heimatdorf entfernt), um für seine kranke Mutter Schokolade zu kaufen. 500 Gramm Schokolade kosteten damals so viel, wie eine Arbeiter in drei Tagen verdiente. Mit 15 Jahren begann Philippe eine Confiseurlehre in Bern bei seinem Bruder. Nach der Lehre kehrte er nach in sein Heimatdorf Serrières zurück, wo er eine Schokoladefabrik aufbaute.Nach einigen Anfangsschwierigkeiten konnte sich Suchards Fabrik etablieren und gewann wichtige Auszeichnungen: die Suchard-Schokolade wurde sowohl an der Londoner Great Exhibition von 1851 als auch an der Pariser Universal Exhibition von 1885 mit je einer Goldmedaille ausgezeichnet. 1880 eröffnete Suchard als erstes Schweizer Schokoladeunternehmen eine Fabrik im Ausland, genauer im deutschen Lörrach, nicht weit von Basel entfernt. 1880 produzierte Suchard die Hälfte der Schweizer Schokolade und beschäftige die Hälfte der in der Schokoladeindustrie angestellten Arbeiter.



