Ruth Dreifuss
(geb. 1940) wurde 1999 als erste Frau Schweizer Bundespräsidentin. Kurz bevor sie ihr Amt als Bundespräsidentin antrat, erklärte sie, ihr Beispiel zeige, dass in Sachen Gleichberechtigung Fortschritte erzielt worden seien. Ihre Präsidentschaft bedeute jedoch nicht, dass die Ziele der Gleichberechtigung erreicht seien. Es sei noch ein langer Weg bis dahin.
International wurde der Ernennung einer Frau zur Schweizer Bundespräsidentin grosse Beachtung geschenkt: 60 ausländische Rundfunkstationen, Zeitungen und Zeitschriften berichteten über Ruth Dreifuss. Für die renommierte britische Zeitschrit The Economist war nicht nur das Geschlecht der Bundespräsidentin interessant. Die Tatsache, dass eine Jüdin, Sozialistin und ehemalige Gewerkschafterin zur Bundespräsidentin gewählt wurde, verleitete die Zeitschrift gar zur Aussage, Frau Dreifuss sei die Antithese zu allem, was schweizerisch sei.
