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Weiche Drogen

Seit dem Ende der 1960er Jahre ist der Konsum von harten und weichen Drogen ein viel diskutiertes Thema. Am weitesten verbreitet ist heute der Konsum von Cannabis. Im weltweiten Vergleich gehört die Schweiz zu den Ländern mit dem höchsten Cannabiskonsum, zusammen mit Grossbritannien und den USA.

Ungefähr ein Fünftel der 15 bis 64-jährigen haben mindestens einmal in ihren Leben Hanf geraucht und ungefähr ein Viertel davon wurden zu regelmässigen Cannabis-Konsumenten. Dies entspricht zwischen 500'000 und 600'000 Menschen, die jährlich ungefähr hundert Tonnen Haschisch und Marihuana verbrauchen.

Der Konsum von weichen Drogen unter Schweizer Jugendlichen zwischen 11 und 15 Jahren ging allerdings laut einer Umfrage des Bundesamtes für Gesundheit im Jahr 2006 nach dem Höchststand im Jahr 2002 zurück. Bei den 15-jährigen gaben 34% der Knaben und 27% der Mädchen an, mindestens einmal Haschisch geraucht zu haben. Vier Jahre vorher waren es noch 26% respektive 37% die behaupteten, mindestens einmal in ihrem Leben Cannabis geraucht zu haben.

Die verstärkte Aufklärungsarbeit der Behörden über die langfristigen Folgen des Cannabiskonsums, strengere Kontrollen an Schulen und die Schliessung vieler Hanfläden trugen dazu bei.

Die Rechtslage

Die weite Verbreitung des Hanfgebrauchs führt einerseits zu Bestrebungen, Anbau und Konsum von Hanf zu legalisieren. 2006 wurde eine Eidgenössische Volksinitiative "für eine vernünftige Hanf-Politik mit wirksamem Jugendschutz" eingereicht, die allerdings vom Bundesrat abgelehnt wird. 1998 wurde eine ähnliche Initiative ("Für eine vernünftige Drogenpolitik") von der Schweizer Stimmbevölkerung verworfen.

Gegen die Legalisierung gibt es auch Widerstand, besonders in der Westschweiz und im Tessin. Im Kanton Tessin schlossen die Behörden 2003 rund 70 Hanfläden und zerstörten 60 Hanffelder. Dies wurde im jährlichen Drogenbericht der UNO positiv beurteilt, nachdem die Schweiz vorher wegen ihrer toleranten Haltung im Umgang mit weichen Drogen kritisiert worden war.

In der Nordwestschweiz setzen die Kantone eher auf Präventionsmassnahmen. 2004 begann in der deutschsprachigen Schweiz eine grossangelegte Kampagne, um Jugendlichen zu helfen, den Konsum von Cannabis aufzugeben.