Harte Drogen
In Zürich gab es während Jahren offene Drogenszenen: ein zentraler und lange Zeit tolerierter Treffpunkt für Drogenabhängige war ein Park (Platzspitz) in der Nähe des Hauptbahnhofs in Zürich. Nach der Schliessung dieses Treffpunkts im Jahre 1992 verlagerte sich die Szene etwas weiter weg zum stillgelegten Bahnhof Letten, wo sie bis 1995 geduldet und dann von der Polizei geräumt wurde.
Heute gründet die schweizerische Drogenpolitik auf den vier Säulen Prävention, Therapie, Schadensverminderung und Repression/Kontrolle. Für schwerst Heroinabhängige gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, regelmässig Methadon als Ersatz für Heroin zu erhalten. Kritische Stimmen weisen darauf hin, dass damit nur die eine Sucht durch eine andere ersetzt wird. Für Leute, die den definitiven Ausstieg (noch) nicht schaffen, bedeuten diese Methadonprogramme jedoch eine Verbesserung ihrer Lebensqualität: sie können wieder ein geregelteres Leben führen, laufen nicht mehr Gefahr, verunreinigten Stoff zu erhalten oder sich mit dem HI Virus anzustecken und müssen nicht ständig dem Geld zur Beschaffung von Heroin nachrennen.
Mit der Techno-Bewegung der 90er-Jahre haben sich in der Schweiz so genannte Designerdrogen verbreitet. Am Bekanntesten ist die (vermeintliche) Glücksdroge Ecstasy. An den Technoparties werden neben Ecstasy vermehrt auch Speed und andere aufputschende Stoffe konsumiert, die oft in privaten Labors hergestellt werden und deren Zusammensetzung häufig nicht einmal den Dealern bekannt ist.
Gemäss Angaben des Bundesamtes für Polizei starben im Jahr 2005 211 Menschen an den Folgen des Drogenkonsums. Am wenigsten Drogentote waren 2002 (167), am meisten 1992 (419) zu verzeichnen.
Externer Link
- Die Schweizer Drogenpolitik Bundesamt für Gesundheit